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NRW: “Erziehung und Strafe keine Gegensätze bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität”

Minister Armin Laschet (Foto: © Staatskanzlei NRW)„Erziehung und Strafe sind keine Gegensätze, wenn es darum geht, straffällig gewordenen Jugendlichen zu verdeutlichen, dass die Gesellschaft ihr Verhalten nicht duldet,“ sagte heute Jugendminister Armin Laschet zu Beginn eines Werkstattgesprächs zum Thema „Gewaltkriminalität von Jugendlichen - was tun?“, in Düsseldorf.

Eine wirksame Bekämpfung der Jugendkriminalität - sei es mit präventiven oder repressiven Mitteln - komme nur zu Stande, wenn die Akteure der verschiedenen Berufsgruppen im Interesse der betroffenen Jugendlichen an einem Strang ziehen, so der Minister.

„Es sollte nicht unterschieden werden zwischen straffällig gewordenen deutschen jungen Menschen und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Problemlagen sind in den meisten Fällen gleich. Ihren Ursachen muss daher auch in gleicher Weise begegnet werden“, sagte Laschet.

Der Minister betonte, dass bei nahezu allen Jugendlichen, die straffällig geworden sind, in der Regel die gleichen Ursachen zu finden seien: Ausgrenzung aus den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. „Die betroffenen Kinder und Jugendlichen - deutsche wie solche mit Zuwanderungsgeschichte - leiden häufig darunter, dass ihnen selten etwas zugetraut wird. Dies gilt für die Schule, dies gilt für den Übergang in den Beruf, es gilt aber ebenso für ihren Alltag. Diese Perspektivlosigkeit mündet oft in Jugendgewalt.“

Minister Laschet begrüßt daher Modelle wie die „Gelbe Karte“, bei denen schnelles und erzieherisches Einwirken wesentliche Rollen spielen und bei denen z.B. Polizei, Justiz und Jugendhilfe, gemeinsam mit pädagogischen Mitteln auf die betroffenen Jugendlichen einwirken, um ihnen zu helfen.

Aber auch die Jugendlichen und Heranwachsenden, bei denen diese Hilfestellungen nicht mehr ankommen und die als besonders schwierig gelten, dürfen nach Auffassung von Minister Laschet nicht aufgegeben werden. „Das neue Jugendstrafvollzugsgesetz in Nordrhein-Westfalen geht den richtigen Weg. Es bietet Jugendlichen, die sich im Strafvollzug befinden, zahlreiche Hilfen an, damit sie die Zeit im Jugendstrafvollzug sinnvoll nutzen können. Denn Ziel muss es auch hier sein, dass sie nach dem Vollzug der Jugendstrafe ein Leben ohne Straftaten führen können“, so Minister Laschet.


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